1. FC Heiningen


„DRECKIGER DREIER“

1:0-Zitterpartie gegen den FC Germania Bargau

Ausgerechnet gegen den Tabellenletzten FC Germania Bargau geriet die weiße Heimweste des in Punktspielen schon seit mehr als 15 Monaten unbesiegten 1. FC Heiningen in Gefahr, beschmutzt zu werden. Headcoach Denis Egger hörte nach der Begegnung die Alarmglocken schrillen:

egger blausteinNatürlich ist dem Cheftrainer der Leistungsabfall schon im Waldstettener Spitzenspiel nicht entgangen. Mit dem Remis auf des Gegners Platz konnte man aber leben. Spätestens jetzt, nach dem knappen Erfolg auf eigenem Terrain, muss er reagieren: „Wir wissen, was wir in dieser Woche zu tun haben“, kündigte Egger Konsequenzen an; „denn das bleibt unter dem Strich heute ein echt dreckiger Sieg.“ Dass es damit gelang, die Tabellenführung zurückzuerobern, darf nicht über die dringend notwendige Maßnahme, die Zügel wieder anzuziehen, hinwegtäuschen.

Die Ursachen für die Unzulänglichkeiten im Spiel von „Black&Yellow“ hatte der 29-jährige Übungsleiter schnell ausgemacht: „Es war kein gutes Spiel von uns, da wir viel zu wenig in Bewegung waren.“ Er sah in der Begegnung, die überraschend schwerer wurde als erwartet, seine Elf zu statisch. „Dadurch griffen auch längst eingespielte Automatismen nicht.“ Im Spiel gegen den Ball erkannte er zu große Abstände zwischen den Reihen. „Dabei war es teilweise erschreckend, zu sehen, wie wir manchmal die Ordnung verloren.“ Krass ausgedrückt kann man sagen: Leistungsmäßig war es ein Rückfall in das Auftaktspiel in Frickenhausen. Egger weiß, dass in der nächsten Partie in Weilimdorf wieder ein Ruck durch die Mannschaft gehen muss: „Mit so einem Auftritt gewinnst du dort keinen Blumentopf“, erinnert er an manche harte Auseinandersetzung im Stuttgarter Norden.

Gegen Schlusslicht Bargau reichte die Dominanz des insgesamt größeren Ballbesitzanteils noch einmal aus, um einen knappen Sieg zu erringen. Aber die Gesamtleistung der Kicker des Voralb-Clubs war der eines Landesliga-Spitzenreiters nicht würdig. Die Truppe wird sich hoffentlich unter der Woche am Riemen reißen, hart arbeiten und nächsten Sonntag wieder ihr wahres Gesicht zeigen.