1. FC Heiningen


SIEG DER MORAL

Egger-Elf dreht 0:2-Pausenstand in 4:2-Erfolg

Am letzten Vorrundenspieltag der Landesliga hing in der Heininger Voralb-Arena eine faustdicke Überraschung in der feuchtkalten Novemberluft. Der Tabellenvorletzte SG Bettringen lag nach 45 Minuten gegen den Spitzenreiter 1. FC Heiningen vollkommen verdient mit 0:2 in Front - die lange Serie des zuhause Unbesiegten schien zu enden. Mit einem fulminanten Sturmlauf im zweiten Durchgang erzwang das „Black&Yellow“-Team von Headcoach Denis Egger die Wende und schaffte noch den 4:2-Sieg.

egger schornbachDer Cheftrainer fand auch nach der Partie für den schwachen Auftritt seiner Männer in der ersten Halbzeit keine Erklärung: „Wir haben alles schlecht gemacht, waren viel zu weit weg, immer einen Schritt zu spät und gewannen so keine Zweikämpfe“, schüttelte Egger noch ungläubig den Kopf. „Die Bettringer waren bissiger und verdienten sich damit die Halbzeitführung.“

In seiner Pausenansprache packte Egger seine Schützlinge an der Ehre und erinnerte sie daran, dass noch genügend Zeit ist, den Schaden zu beheben. Die Mannschaft hatte ihn verstanden und präsentierte im zweiten Durchgang ihr Schokoladengesicht. Sinnbildlich dafür standen die beiden Distanzkracher von Dominik Mader, die bis zur 68. Minute den Ausgleich brachten. „Natürlich gaben uns die zwei Traumtore von Dome Rückenwind, aber alleine die Körpersprache meiner Jungs zeigte, dass jetzt eine andere Mannschaft auf dem Platz stand“, freute sich der Cheftrainer über die wundersame Wandlung und fügte hinzu: „Mein Team glaubte an sich und verdiente sich letztendlich den Erfolg.“

Angetan war er vom Führungstreffer des eingewechselten Salvador Estévez: „Ich gönne Salva dieses Tor besonders. Er hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich und er reagierte dieses Mal so, wie es ein Spieler, der von der Bank kommt, machen muss “, schnaufte Egger erleichtert nach dem wechselhaften Match durch. Als der nimmermüde Wirbelwind André Kriks mit seinem Abstauber in der 80. Spielminute den Knoten an einen Sieg der Moral machte, brachen im Heininger Lager alle Dämme: „Das war ein Dreier, über den man sich besonders freuen darf: Mit der Einstellung in der zweiten Hälfte können wir noch vieles erreichen.“

So soll das Team am nächsten Samstag im letzten Punktspiel des Jahres gegen Frickenhausen in die zweite Halbserie starten und den Heimnimbus weiterhin wahren.