1. FC Heiningen


„ADIOS AMIGOS“

Daniel Pérez und Salvador Estévez kehren nach Spanien zurück

Beim Landesliga-Tabellenführer 1. FC Heiningen geht die Ära der Spanien-Legionäre zu Ende. Auf eigenen Wunsch kehren Daniel Pérez und Salvador Estévez in der Winterpause in ihre Heimat zurück. Sportvorstand Edmund Funk verabschiedete die beiden Publikumslieblinge in seiner Rede bei der Weihnachtsfeier des Voralb-Clubs.

abschiedsbild spanier„Munde“ Funk erinnerte an die große Aufgabe nach der Rückkehr aus der Verbands- in die Landesliga: „Vor eineinhalb Jahren galt es einen großen Kaderumbruch zu bewältigen. Immerhin mussten auf einen Schlag 16 Spielerabgänge ersetzt werden.“ Dass dies so nahtlos gelang, war auch der Strategie, einen für den FCH vollkommen neuen Weg zu gehen, geschuldet: Erstmals wurden Spieler direkt aus dem Ausland verpflichtet. Mit bis zu fünf Akteuren aus Spanien wurde das schließlich sehr erfolgreiche Experiment belohnt. Bei den durchwegs gut ausgebildeten Fußballern von der iberischen Halbinsel setzten sich Daniel Peréz und Salvador Estévez letztlich überzeugend durch.

„Wir hatten mit Dani und Salva sehr viel Freude. Sie brachten uns sportlich weiter und passten menschlich bestens ins Team“, zieht auch Cheftrainer Denis Egger eine positive Bilanz und fügt hinzu: „Sie hinterlassen eine Lücke, die nur schwer zu schließen ist.“ Beide kehren nun in ihre Heimat nach Teneriffa zurück. Sie versprachen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland eine Karriere als Profis. Funk berichtet: „Nach ihrer ersten Saison bei uns lagen beiden Probetrainings von höherklassigen Vereinen vor, die sie ablehnten. Sie entschieden sich damals, beim FCH zu bleiben. Ganz einfach, weil sie sich hier richtig wohl fühlten.“

In der Tat gab es keinerlei Integrationsprobleme und die beiden Kanaren mischten mit ihrem südländischen Temperament und ihrer offenen Art schnell eingefleischte Feierbiester auf. Hierbei erwarb sich Kapitän Pietro Maglio, selbst mit italienischen Wurzeln, als stets präsenter Dolmetscher hervorragende Verdienste. Der eigens vom Verein eingerichtete Sprachkurs war leider weniger erfolgreich.

Nun setzten sich Salva und Dani vor dem anstehenden strengen deutschen Winter neue Ziele, so dass sie sich jetzt in ihre angestammten südlichen Gefilde zurückziehen. Dies geschieht nun mit jeweils einem lachenden und einem weinenden Auge: Sie müssen sich von vielen guten Freunden verabschieden; allerdings mit einer reichhaltigen Erfahrung, die ihren weiteren Werdegang bestimmt positiv beeinflusst.

Edmund Funk verabschiedete unsere Spanier mit einem Erinnerungspräsent, bedankte sich für ihr bemerkenswertes Engagement und wünschte ihnen, sportlich wie beruflich, alles Gute für den weiteren Lebensweg. Die ganze FCH-Familie schließt sich uneingeschränkt an: „Adios Dani y Salva, seguimos siendo amigos!“